Motzecke

Mittwoch, 11. März 2009

Gibt es was Schöneres...?

... als bereits um 8:00 morgens, noch vor dem Kaffee vom Chef übel beschimpft zu werden?

Ja, ich habe gestern einen Fehler gemacht.
Ja, ich habe etwa übersehen.
Das hätte nicht passieren dürfen.

Aber alleine zwischen 100 Telefonaten, Patienten, die bei mir im Büro standen und einer Menge Befunde die zu schreiben waren, ist es passiert.
Ich kann es weder rückgängig machen, noch sonstwas tun, um es ungeschehen werden zu lassen.

Aber es hat keine Konsequezen für unsere Patienten. Zieht keine körperlichen oder seelischen Schäden nach sich.
Es ist einfach nur ärgerlich.

Aber rechtfertigt dass, dass ich mich als "verrückt" bezeichnen lassen muss? Und was soll die Aussage, dass er sich nicht auf mich verlassen kann? Dass ich alles falsch machen würde?

War nicht er es selbst, der erst im Jänner 2009 sagte, dass er so zufrieden mit mir ist, weil ich mich so gut eingelebt hätte und kaum Fehler mache?

Nur um mich zur Sau zu machen, hat er extra um 7:45 angerufen. Und ich saß hier und konnte, kaum dass ich aufgelegt hatte meine Tränen nicht zurückhalten
(Wo ich doch im Moment hormonell wie immer einmal im Monat sowieso leicht am Wasser gebaut bin)

Ich war so zornig, dass ich am liebsten gekotzt hätte - stattdessen konnte ich die Tränen nicht verhindern.
Und meine Kollegin, die starke und harte - zeigte sich schockiert, ob der Auswirkung dieses Telefonats. Sie schickte mich rasch weg, damit ich mir keine Blöße vor den Ärzten geben muss.

Und während ich, wie ein geprügelter Hund auf der Toilette meine Wunden leckte und versuchte meine Gefühle wieder in den Griff zu bekommen hat sie mir unserer Chefin gesprochen.

Normalerweise geht es mir am A... vorbei, wenn El Chefe laut wird, oder seine cholerischen Anfälle hat, aber da er diesmal persönlich geworden ist, mir Dinge vorwirft, die einfach nicht stimmen und dann auch noch weitreichtende Konsequenzen für mich angekündigt hat, das hat mich dann doch getroffen. Vor allem unvorbereitet.

Inzwischen habe ich ein Gespräch mit meiner Chefin hinter mir, die voll und ganz hinter mir steht. Trotzdem habe ich aber immer noch eine ziemliche Wut im Bauch, und könnte vor Zorn weinen, nur inzwischen kann ich es unterdrücken.

Das ist er also.
Das ist der Dank dafür, dass ich jeden Tag bereits um 7:00 hier bin und auch schon mal bis 18:30 bleibe, nur um alles zu erledigen, was zu erledigen ist.
Das ist der Dank dafür, dass ich mit unzähligen Patienten telefoniere und mich von ihnen anmaulen lasse, weil die Ärzte Dinge versprechen, die nicht haltbar sind.
Das ist der Dank dafür, dass ich im Prinzip im gesamten letzten Jahr nur für die Arbeit gelebt habe.

Und da wundert sich noch wer, dass diese Stelle nie lange mit ein und derselben Person besetzt war?
Mich wundert es nicht mehr.

Ich weiß, dass er mich anbrüllen wird, sobald er heute den Fuß in unser Büro setzt - und ich werde hier sitzen und werde versuchen seinen cholerischen Anfall zu überstehen ohne loszuplärren. Und vor allem, ohne ihm eine passende Antwort zu geben.

An manchen Tagen hasse ich mein Leben!

Freitag, 6. März 2009

Regen...

Es kotzt mich an...
Das Wetter kotzt mich einfach an.

Zwar ist es inzwischen ein wenig wärmer geworden, aber was nützt das, wenn alles Grau in Grau ist, und es seit gestern mittag unaufhörlich regnet?

Alleine der Blick aus dem Fenster motiviert nur zu einer einzigen Aktivität: Im Bett bleiben.
Regen, Regen, nichts als Regen - ach ja ... und Wind, der das Aufspannen eines kleinen Knirpses fast unmöglich macht, wenn man ihn nicht am Ende der nächsten Gasse im Mülleimer versenken will.

Gestern beim Heimkommen war ich nass bis auf die Haut.
Heute kurz nach meiner Ankunft im Büro sah ich aus wie ein Pudel.
Regenwasser verträgt sich nicht mit meiner Naturwelle, die dann immer extrem ausgeprägt zum Vorschein kommt.

Und mich kotzen dei Winterpullis an.
Und die Winterjacke sowieso...

Ich hab es so satt!

Ich will Sonne!
Ich will blauen Himmel und Sonnenschein!
Ich will Vogelgezwitscher, das vom nahenden Frühling kündet.
Ich will endlich wieder meine geliebten Tuniken ausführen können, und die leichte Jacke.
Ich will endlich die Möglichkeit haben meine wintermüden Batterien wieder aufzuladen.

*motz*

Dienstag, 3. März 2009

*Motz*

Sitze frühstückstechnisch auf dem Trockenen und bin grummelig weil Hunger...

Da gibt es nahe meiner Arbeitstelle einen Supermarkt, der bereits um 7:00 öffnet(e). Das war superpraktisch, denn ich konnte auf dem Weg in die Arbeit was zu Essen kaufen, Getränke, oder sogar frische Milch zu normalen Preisen, wenn ich Küchendienst hatte.

Besonders am vergangenen Freitag habe ich das genossen, da ich relativ stressfrei mit einem guten Frühstück zu einem moderaten Preis versorgt war, und damit optimal auf mein Gespräch vorbereitet.

Gestern war ich ein klein wenig früher dran - Supermarkt noch zu. Heute stehen da um 7:10 Uhr bereits rund 10 Leute vor verschlossener Tür. Dann geht die Tür endlich auf, und wir (vermutlich alles berufstätige, die sich noch schnell mit Jause und Co. versorgen wollen) stürmen den Laden.
Mein freundliches "Guten Morgen" wurde im Keim erstickt von einer äußerst unfreundlichen Mitarbeiterin der Brottheke.
Sie keppelte uns an, dass die Filiale noch geschlossen sei.

Ähm? Wie jetzt. Es war doch immer um 7:00 auf - und es ist bereits 7:10. Und überhaupt, kann man das nicht ein wenig freundlicher sagen?
Wir weiter weiter angemault, dass sich die Öffnungszeiten geändert hätten. (Auch das kann man freundlicher sagen - und dann darf man eben nicht die Türen aufmachen und weit offen stehen lassen, wenn draußen schon eine Meute wartet). Oder man könnte die Menschen gleich bescheid sagen, wenn man die Tür öffnet und nicht darauf warten, dass sie (wie eh und je) hereinkommen.

Gut ich meine nicht dass das eine große Lebensmittelkette wie diese stören würde, aber von den 10 Leuten, die da heute rausgeworfen worden sind, sind alle bis auf 2 schimpfend gegangen.
Ich muss mein Geld nicht bei dieser Lebensmittelkette ausgeben - ich kann auch mittags zu einer anderen gehen.

Verstehe nur nicht, warum man im Jänner die Öffnungszeiten vorverlegt, um besseres Service für berufstätige Kunden anzubieten, und dann wenn die Filiale wirklich gut gefüllt ist um 7:00 sang und klanglos die Öffnungszeiten wieder nach hinten verschiebt.
Und nebenbei macht der Ton die Musik. Wenn man mich heute nicht unfreundlich hinausgeworfen hätte, sondern mir einfach freundlich (und von mir aus auch bestimmt) gesagt hätte, dass durch die geänderten Zeit das Einkaufen noch nicht möglich ist, wäre ich eben später in der Pause hingelaufen.
Aber so nicht.

Ich kann Patienten, die vor meinem offiziellen Dienstbeginn bei mir im Büro stehen auch nicht unfreundlich rauswerfen...

Ohwooooohl.... nein. kann ich nicht.

Und das ich das Abendessen gestern habe ausfallen lassen, habe ich immer noch Hunger. Mist.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Es hat...

...schon lange nicht mehr geregnet...
Schön, dass es nun wieder soweit ist.... *grrrrrrr*
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Samstag, 21. Februar 2009

Und wenn sie nicht gestorben ist...

...dann wartet sie noch heute.

Der Tag war irgendwie anders geplant. Und wenn ich ehrlich bin, bin ich ziemlich sauer miesepetrig enttäuscht.

Ich habe meinen Freunden für heute abgesagt, als sie mich gestern einluden. Immerhin hätte heute Singstar spielen auf dem Plan gestanden.
Ging davon aus, dass ich wie beim letzten Mal so gegen 19:00 bei meinem Schwesterlein antanzen soll. (Hoffte aber, dass es vielleicht etwas früher werden würde, damit wir mehr Zeit für Gaudi haben).

Freundin von der Arbeit abholen und Bummeln gehen... klingt ja nicht unbedingt so, als wäre das etwas, was den ganzen Tag in Anspruch nimmt. Zumal die Geschäfte um 18:00 schließen.

Bin also den ganzen Tag über daheim gesessen, nachdem ich mittags rum einkaufen war. Meine Tönung habe ich nicht bekommen, also habe ich mich mit einer Gesichtsmaske und einer angenehmen Dusche begnügt. Musik hören, dreistimmig mitsingen. Alles super...
Naja, abgesehen davon, dass sich kein Mensch bei mir gemeldet hat. Auch nicht, als es bereits 17:00 war, und ich langsam Hunger bekam. Hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts gegessen, da ich davon ausging, dass ich wieder zusammen mit meiner Schwester essen würde.
Also schnell Essen machen. Nur eine Kleinigkeit, weil... man weiß ja nicht.

Um 17:30 habe ich dann mal nachgefragt.
Sie waren noch unterwegs - und das würde wohl länger dauern, weil sie jetzt noch was Trinken gehen wollen.
Ich fing mich zu ärgern an, besonders als mir eröffnet wurde, dass eine ungefähre Eingrenzung von "Länger" nicht möglich war. Aber ich würde eine SMS bekommen, wenn sie auf dem Heimweg ist - ich kann dann ja entscheiden, ob ich noch Lust auf ein Treffen habe.

Hallo? Ich dachte, wir hätten uns das gestern fix ausgemacht? Aber gut - habe den ganzen Nachmittag gewartet, da kommt es auf ein Stündchen auch nicht mehr an - und länger kann ein Drink ja kaum dauern, wenn man sich ja für den Abend noch was ausgemacht hat, oder?

Doch kann er...
Um 21:00 dann eine SMS - aber nicht etwa eine Entschuldigung oder so. Nein, nur der lapidare Hinweis, dass es dann doch etwas länger als geplant gedauert hatte.
Ach nein.
Wäre mir nicht aufgefallen.
Und dann die Ansage, ich soll nicht böse sein, mit einem "liebschau" untermalt. Meine Antwort, dass ich sauer wäre, wurde scheinbar nicht ernst genommen. Wurde wohl eher lustig gefunden.

Warum nimmt mich eigentlich niemand ernst, wenn ich mal sauer werde? Weil ich das selten bin? Weil ich normalerweise gutmütig bin, und für fast alles Verständnis habe? Oder warum?

Hauptsache ich hocke den ganzen Nachmittag zu Hause. Verstehe natürlich dass ein kinderfreier Tag genutzt werden will, verstehe auch, dass man dann gerne mal ausgeht. Und ich verstehe es durchaus auch, wenn man dann umdisponiert und anstatt den Abend daheim mit der Schwester zu verbringen lieber mit einer Freundin um die Häuser zieht.
ABER:
Kann man das dann nicht ausformulieren und auch so sagen?
Hätte mir am Nachmittag schon eine Absage gewünscht, dann hätte ich nämlich noch etwas unternehmen können. Aber hey, das ist nicht nötig - die Rose hat ja kein Leben. Die hockt gerne auf Abruf daheim.

Toll, meine Laune ist im Arsch Keller ...
Ich glaube, ich gehe jetzt fernsehen. Was anderes kann ich mit dem Abend ja im Endeffekt nicht mehr machen.

Samstag, 14. Februar 2009

*gna* In die Tischkante beißt...

Wollte ja schon letzte Woche meine Steuererklärung machen...
Habe mir die Zugangsdaten hierfür vom Finanzamt schicken lassen.
Bin wie bestellt und nicht abgeholt in meiner Wohnung gesessen, um festzustellen, dass der Postler nicht gewillt ist den Brief tatsächlich zuzustellen... (ich habe berichtet).

Bin also heute zur Post gelatscht - und oh Wunder - recht schnell an meinen Brief rangekommen.

Zu Hause gleich an den PC geklemmt - und was ist...?

Der Dienstgeber hat den Lohnzettel noch gar nicht an das Finanzamt übermittelt.
*arg*
Jetzt heißt es erstmal warten. Denn solange das nicht geschehen ist, kann man sich die Erklärung nicht mal vorab ausrechnen lassen....

Mist.
Doppelmist.
Biberkacke...

Freitag, 13. Februar 2009

Ärger über die Post!

Zur Erinnerung - ich bin im Urlaub.
Eigentlich könnte ich lange schlafen - stattdessen bin ich seit 7:30 wach, da ich auf einen dringenen eingeschriebenen Brief warte und weiß, dass dieser heute zugestellt werden soll.

Also sitze ich hier in meinem Wohnzimmer und warte. Und warte. Und warte.
Eigentlich müßte ich einkaufen gehen - ich habe kaum noch Toilettenpapier im Haus, und auch das Katzenfutter ist alle.
Aber ich bewege mich nicht weg - irgendwann im Lauf des Vormittags kommt ja die Post.

Noch nicht mal auf die Toilette wagte ich zu gehen, denn ich weiß... just in dem Moment wo man da sitzt, läutet es an der Tür, und wenn man nicht sofort öffnet, landet ein gelber Benachrichtungsschein im Postkasten.

Um 10:00 noch immer keine Post - jetzt gehe ich mal runter zum Briefkasten...
Gesagt, getan - leer.

Um 11:00 selbes Procedere. Schlüssel geschlappt und runtergelaufen. Postkasten leer.
Also weiter warten...

Um 12:00 wieder runter. Und was lacht mich da aus dem Postkasten an? Richtig - ein gelber Benachrichtigungszettel.

Man hat versucht ihnen ein geschriebenes Schriftstück zuzustellen, da man sie aber leider nicht angetroffen hat, wird das Schriftstück hinterlegt und kann ab morgen abgeholt werden!

Da sehe ich rot!
Seit Stunden sitze ich blöd in der Wohnung rum - bei mir hat nachweislich niemand geläutet oder geklopft. Noch nicht mal an der Sprechanlage - um nachzusehen, ob ich zu Hause bin!!!
*HASS*

Habe eine Beschwerde deponiert - muss aber natürlich trotzdem morgen wieder früh aufstehen, denn morgen ist ja nur bis Mittag offen. Man kann ja die Zusteller leider nicht erreichen, solange die noch unterwegs sind, da die ja keine Diensthandys haben.

*arg* Also wenn das mein Angestellter ist, darf der den Brief nach Feierabend austragen gehen, wenn er zu Blöd ist, um seine Arbeit richtig zu machen.

Muss man, um bei der Post zu arbeiten eigentlich einen IQ-Test machen? Und ist es so, dass man dann nur genommen wird, wenn man den IQ von einem Stück alten Brot hat?

Ich verstehe ja, dass man es sich gerne erspart, in den 5. Stock ohne Lift zu rennen, um dann festzustellen, dass niemand daheim ist.
ABER:
  1. Es ist sein Job
  2. Er hat ihn sich selbst ausgesucht
  3. Ich wohne im 1. Stock
  4. Ich war zu Hause - was er hätte überprüfen können, wenn er an der Sprechanlage klingelt, ehe er hochkommt
  5. DAS ist sein Job
Aber es ist natürlich viel bequemer von vorne herein einen dieser gelben Zettel auszufüllen, als zu versuchen seinen Job richtig zu erledigen!
Hass
HASS
HASS

Mittwoch, 11. Februar 2009

In der Warteschleife...

muss dringend im Finanzamt anrufen - nach 25 Minuten in der Warteschleife mit grässlicher Musik brennt mein Ohr.
Aber gesprochen habe ich noch immer mit niemandem.

Muss jetzt aber unter die Dusche, weil ich um 10 einen Termin habe.

Das heißt nachher wieder versuchen.

DAS sollte ich mal im Büro ausprobieren...
Die Leute einfach eine halbe Stunde in der Warteschleife hängen lassen...

*maul*

Montag, 9. Februar 2009

Ich hasse Werbeanrufe!!!!

Hm, eigentlich wollte ich meine Rückkehr mit einem anderen Beitrag starten - aber ich bin hier kurz vor dem Explodieren!

Ich habe Urlaub. Eine Woche lang süßes Nichtstun, lange Schlafen und Entspannung. Das WÄRE mein Plan gewesen.
Leider nicht durchführbar.

Dafür sorgen nämlich blöde A... löcher, die ihr berufliches Dasein damit fristen anderen Menschen auf die Nerven zu gehen. (Sorry, für diese Leute habe ich einfach Null Verständnis. Und ehe ich deren Job machen würde, würde ich freiwillig als Klofrau in einer öffentlichen Toilette arbeiten!

Gestern war ich lange wach - mußte leider bis Mitternacht fernsehen, und danach dauerte es noch eine Weile, bis ich bettfein war. Nicht einschlaffördernd war auch die Tatsache, dass meine beiden Katzen dann noch bis rund 1:30 Radau gestartet haben.

Heute um 7:30 läutet mein Telefon. Ich werfe den Kater von meinem Bauch, hechte aus dem Bett, stolpere über den Wäschetrockner und reisse das Mobilteil von der Basis.
Hundert Sachen wirbeln in meinem Kopf herum. 7:30 Uhr. Entweder ist familiär was passiert, oder das ist das Büro. Hab ich mich im Datum geirrt und sollte im Büro sitzen? Ist meine Kollegin krank? Weiß man ja nicht. Also so freundlich melden, wie es aus dem Tiefschlaf gerissen möglich ist.

"Wunderschönen guten Morgen, mein Name ist Frau XYZ von der Firma *NuschelNuschel*....!"
Mein Blutdruck steigt.
"Spreche ich mit Frau S.?"
Ich kann gerade noch ein knappes "Ja" zwischen den Zähnen rauspressen - wenn mein Tonfall nur halb so eisig ist, wie ich es empfinde, dann dreht die Gute gerade den Heizkörper hoch.
"Wir sind Marktführer in Sachen *Was auch immer* und wollten sie fragen, ob sie..."
Mir reicht es.
Ich werde laut - und mein Tonfall läßt wirklich keinen Zweifel daran, was ich von diesem Anruf halte.
"Nein, ich habe kein Interesse was zu kaufen, zu testen oder sonstwas. Und wenn sie oder einer ihrer Kollegen mich nochmal aufweckt, dann werde ich wirklich sauer!"
Ich lege einfach auf, ohne auf eine Antwort zu warten.

Fluchend und wetternd gehe ich wieder ins Bett. Darf ja wohl nicht wahr sein.
Im Bett ist es noch schön warm, ich kuschle mich in meine Decke, die Katzenkinder kommen ebenfalls wieder ins Bett.
Doch lange währt die Idylle nicht.
Es ist kurz vor 8:30 Uhr, als mein Telefon zu läuten beginnt.
Diesmal bin ich sofort auf 180.

Ich stehe auf, umrunde den Wäschetrockner diesmal unbeschadet und hebe ab.
"Ja?"
Klinge ich so angepisst, wie ich es bin? Egal! Es ist quasi immer noch mitten in der Nacht!
"Guten Tag, mein Name ist XYZ und ich rufe im Namen der Kronenzeitung und des Kuriers an."
Mir fallen sofort 1 Million Schimpfworte ein, mit der ich die pseudogutgelaunte Stimme am anderen Ende der Leitung bedenken könnte.
Stattdessen unterbreche ich den gutgelaunten Redefluss ziemlich unfreundlich und erkläre bestimmt, dass ich weder ein Abo besitze, noch eines haben will - und dass ich kein Interessen an diesen beiden Zeitungen habe. Dann lege ich auf. Und warte förmlich darauf, dass mein Telefon wieder läutet. Passiert aber nicht. Zum Glück.

Möchte nicht wissen, was da für Einträge in den Callcentern getätigt werden zu meiner Nummer. Ist mir aber auch egal - sollen sie mich als unfreundliches Aas betiteln. Dann lassen sie mich vielleicht künftig in Ruhe.

Ich gehe wieder ins Bett. Nur eine halbe Stunde dösen - an Schlaf ist ohnehin nicht mehr zu denken.
Kurz nach 9:00 stehe ich dann endlich auf - immer noch gerädert und müde - die Nacht war kurz und meine Laune ist dank der unsanften Art geweckt zu werden irgendwo im Keller angesiedelt.
Als ich unter der Dusche stehe, höre ich drinnen das Telefon läuten. Und obwohl ich gerade nicht vorhabe den Anruf anzunehmen werde ich wütend. Wenn das die ganze Woche so geht, werde ich das Telefon abmelden. Da bin ich mir sicher. Und es läutet und läutet und läutet.
Wer läßt bitte ein Telefon 20 Mal läuten? Ist doch schon nach 10 mal läuten offensichtlich, dass entweder niemand zu Hause ist, oder dieser jemand nicht ans Telefon gehen will...

Nach dem Duschen sehe ich mal nach, wer mich da gequält hat. Ach - große Überraschung - unterdrückte Rufnummer. Da wollte mir sicher wieder jemand was verkaufen. Der Blitz soll euch treffen.

Ich mache mir Kaffee, und meine Laune bessert sich langsam. Es ist nun kurz nach 10 Uhr. Da läutet mein Telefon.
Ich überlege erst, ob ich es einfach läuten lasse - hebe dann aber doch genervt ab.
Und schon säuselt mir eine Dame ins Ohr. Sie würde für eine andere Dame anrufen, die jetzt wieder Termine mit Leuten aus meinem Bezirk macht. BlaBlaBla. Wegen Versicherungen und so. Ich unterbreche sie. Mir ist es schnurzegal, was sie von mir denkt. Ich erkläre ihr, dass ich kein Interesse an irgendwelchen Versicherungen habe und auch diese Frau XYZ nicht kenne.
Mir wird erklärt, dass ich aber eine Versicherung bei einem ihrer Vertragspartner haben müsse, weil ich sonst nicht in deren Kartei wäre.

Da platzt mir endgültig der Kragen.
Ich erkläre, dass ich genau eine einzige Versicherung besitze, diese über meine Bank. Mit der bin ich zufrieden und habe kein Interesse an neuen Versicherungen, an Änderungen oder sonstigem Mist. Mir ist nicht klar, wie ich in diese Kartei gekommen bin, und lege keine Wert darauf in dieser Kartei zu sein. Man kann mich gerne für die Zulunft streichen - ich will keinen Werbeanruf mehr. Dann verabschiede ich mich und lege auf.

Das darf doch eigentlich nicht wahr sein.
Es ist Montag - und kurz nach 10:00 Uhr und ich wurde bereits Opfer von 3 (!) Werbeanrufen.
Ich bin so sauer, dass es dafür schon fast keine Steigerungsform mehr gibt.

Ich bin in diesem Fall wirklich dafür, dass man diesen Leuten eigenhändig die Hände abhacken und die Zunge rausschneiden darf - auf dass sie nie wieder in ihrem Leben ein Telefon benutzen können.

*arg*

Freitag, 11. Juli 2008

Das weissel Rössl - ein Kulturschock in 2 Akten

Als ich gestern sah, daß der ORF die Premiere vom "Weissen Rössl" aus Mörbisch live übertragen, beschloss ich einen langen Fernsehabend einzuschieben.

Ich liebe das weisse Rössl - seit ich ganz klein war.
Mir war natürlich klar, daß nichts an den Film mit Peter Alexander und Waltraud Haase rankommt, aber ich war neugierig, wie sehr sich dich Operette vom Film unterscheidet.

Harald Serafin ist der Chef dort - ich mag ihn nicht, und alleine seine Stimme läßt mir alle Haare zu Berge stehen, aber er ist quasi der Garant für ein geniales Bühnenstück, wenn man dem ORF glauben mag.

Bereits nach 5 Minuten fragte ich mich zum ersten Mal, ob ich nicht einfach abdrehen sollte.
Rainhard Fendrich als Leopold - irgendwie eine Fehlbesetzung. Zwar kann der Mann (logisch) singen, aber der Wiener Dialekt den er Leopold verpaßt hat war unpassend.
Zabine hätte ich mir als resolute Rösslwirtin gut vorstellen können - in real aber ein totaler Griff ins Klo.

Was ist mit ihrer Stimme passiert?
Mehrmals hatte ich das Gefühl, daß sie jetzt gleich blau anläuft und umfällt, es sah so aus, als würde sie jeden Ton erst mühsam hervorpressen müssen. Nicht mal der Jodler konnte ihrer Darbietung retten. Meine Meinung.
Und dann stellte sich mir noch die Frage, ob der Kostümbildner farbenblind war. Das Dirndl in zartgrün und bordeaux war eine Ausgeburt an Häßlichkeit.
Was ist aus eleganten Dirndln ala Waltraud Haas im Film geworden?


Der einzige Hit war der schöne Siegesmund aka Klaus Eberhartinger. Super gespielt, super gesungen (auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, daß er Gunther Phillip nachahmte).

Alles in allem muß ich aber sagen, wenn ich Geld dafür gezahlt hätte, wäre ich sehr enttäuscht gewesen.
Und ich bin froh, daß am Sonntag mein heißgeliebter Film gezeigt wird...

Mitten im Leben

Chaos ~ Gedanken ~ Alltags-BlaBla

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